2. Kaffeekongress Wiesbaden – „Lieben sie Ihren Kaffee – dann tun es auch Ihre Gäste“

Sehr geehrte Blogleser, liebe Kaffeefreunde,

Sehr geehrt fühlte ich mich, als die Anfrage zu einem Vortrag beim Kaffeekongress im vergangenen Januar in Wiesbaden kam. Der Vortrag sollte in das Thema „Aufbruch in eine neue Kaffeekultur – Potenziale für die Kaffeebranche von morgen“ passen, ein wunderbares Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Ich suchte mir einen passenden Co Redner (Klaus Rechenauer, mit dessen Kaffee ich 2008 dritte der Deutschen Barista Meisterschaft wurde und 2009 diese gewann) und wir fingen an uns mit dem Thema auseinanderzusetzten und in einem Vortrag zu bündeln.

Recht schnell war uns bewusst, dass wichtige Potentiale in der Wertschätzung des Rohstoffs Kaffee und dessen Betrachtungsweise liegen. Bei dem Vergleich zu Wein, seinen besonderen Lagen und Jahrgängen oder die Wertschätzung von Wasser im Vergleich zu Kaffee in der Gastronomie liegt auf der Hand, wo wir ansetzen müssen. Es ist das Wissen wo Kaffee herkommt, welchen langen Weg Kaffee gehen muss und wie hart Millionen von Menschen dafür arbeiten müssen, bis er bei uns konsumiert werden kann.

Nana. Meister Barista
Dass wir ihn dementsprechend mit Respekt rösten, zubereiten und verkaufen. Die neue Betrachtungsweise, die „Third Wave of Coffee“ spielt hierbei eine entscheidende Rolle, die wir in unserem Vortrag hervorgehoben haben. D.h. In der ersten Welle wurde Kaffee für die Bevölkerung zugänglich, in der zweiten Welle haben wir Kaffeespezialitäten, wie Cappuccino und Latte Macchiato kennen und lieben gelernt, und nun müssen wir uns darüber bewusst werden, dass jeder Kaffee einzigartig in seinem Ursprung ist und es je nach Ursprungsland und Wissen,  große Unterschiede in Geschmack und Qualität gibt.

Genau diese Unterschiede sind es dann auch, worin die neuen Potentiale der Kaffeebranche entstehen. Es sind die Geschichten, die den Kaffee so besonders machen; kennt doch fast jeder „den Kaffee, der von Katzen gefressen und ausgeschieden wird“, aber Kaffee hat noch viel mehr dieser Geschichten zu bieten. Wollen wir Kaffee also besonders machen und Kaffee hochwertig verkaufen, benötigen wir diese Geschichten. Als Barista ist es ein wichtiger Teil meiner Arbeit mich für meinen Kaffee zu interessieren und diesen nach einer perfekten Zubereitung auch zu verkaufen, was macht mehr Spaß und Freude, als einen Kaffee mit seinen Besonderheiten anzubieten, dessen Geschichte ich kenne und mit Respekt und Stolz zubereiten kann, hat er doch etwas so exotisches, an Stelle von etwas gewöhnlichem, dass es an jeder Ecke gibt. Denn Kaffee wächst nicht auf dem Europäischen Kontinent, dessen sollten wir uns bewusst werden. Ein Dank also an die Länder, die ihn für uns hegen und pflegen, denn ohne Kaffee wäre das Leben weniger schön. Deshalb bleibt mein Motto „lieben sie Ihren Kaffee dann tun es auch Ihre Gäste“.

 

 

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